Traditionsunternehmen Rohrwerk Maxhütte GmbH muss erneut Insolvenz anmelden

Als Grund für den Insolvenzantrag teilte das Unternehmen eine nicht zufriedenstellende Auslastung sowie den drohenden Wegbruch eines der Hauptkunden mit. Nach der gelungenen übertragenden Sanierung an die Mertex-Gruppe vor zwei Jahren hatte das Traditionsunternehmen zunächst mit Anlaufverlusten zu kämpfen. Jedoch gelang es der Geschäftsführung einen Großkunden zu gewinnen und so das Unternehmen zu stabilisieren. „Dass nun erneut der Schritt in die Insolvenz unvermeidbar war, ist sowohl für die Region als auch für die Belegschaft sehr bitter“, so der vom Amtsgericht Amberg bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Jochen Zaremba. Obwohl Zaremba zu den erfahrensten Sanierungsexperten Bayerns zählt, steht er nun vor einer Mammut-Aufgabe. „Die Voraussetzungen für eine übertragende Sanierung sind dieses Mal deutlich schlechter“, so Zaremba. „Nachdem bei der letzten Insolvenz die Immobilie und die Fertigungsanlagen auf
andere Gesellschaften übertragen wurden, die von der Insolvenz formal nicht betroffen sind, schrumpft die Attraktivität der Rohrwerk Maxhütte GmbH für potentielle Investoren.“ Dennoch werde er auch unter diesen diffizilen Voraussetzungen eine übertragende Sanierung anstreben, um ein Traditionsunternehmen und vor allem Arbeitsplätze für die Region erhalten zu können. „Ich habe mir heute im Unternehmen einen Überblick verschafft und die Belegschaft über den erneuten Insolvenzantrag unterrichtet. Nun geht es darum, die Lieferketten sicherzustellen und Vertrauen bei den Kunden zu gewinnen. Ferner liegt in den ersten Tagen ein Hauptaugenmerk auf den Lohnzahlungen an die Mitarbeiter. Jedoch ist hierfür die Mitwirkung der Geschäftsführung zwingend erforderlich."

Zum Unternehmen: Am Standort in Sulzbach-Rosenberg produziert die Rohrwerk Maxhütte GmbH warm- und kaltgefertigte, nahtlose, hochqualitative Rohre für verschiedene Bereiche. Insbesondere hat sich das Unternehmen auf den Automobil- und den Energiesektor spezialisiert. Es zählt zu den größten Arbeitgebern in Sulzbach-Rosenberg.

Zur Person des vorläufigen Insolvenzverwalters: Dr. jur. Jochen Zaremba, LL.M. ist auf die Fortführung und Sanierung krisenbehafteter Unternehmen spezialisiert. Als Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht, Steuerrecht und Insolvenzrecht wird er insbesondere bei komplexen gesellschafts- und konzernrechtlichen Unternehmensstrukturen herangezogen. Er ist zudem Geschäftsführer der SRI Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, einer der führenden Kanzleien im Bereich der Eigen-, Sach- und Insolvenzverwaltung. Dr. Zaremba war im vergangenen Jahr der meistbestellte Insolvenzverwalter in Bayern.

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